Elemente des Trauerns

pinit fg en rect gray 20 Elemente des Trauerns

Die Elemente des Lebens spiegeln sich in der Trauerarbeit, egal von welcher Seite man es betrachten mag. Die Erde bringt die Erdbestattung. Das Feuer die Feuerbestattung. Im Wasser wird die Seebestattung angeboten, und die Luft steht Pate für das Verstreuen der Asche. Allerdings sind nicht alle Bestattungsarten gleich beliebt in Deutschland. Freilich lässt sich das Gros mit einer Erdbestattung beerdigen. Dennoch werden die Feuerbestattungen immer beliebter. Fast schon kann man von einem Trend sprechen.

Es ist auch ein wenig angenehmer für die Angehörigen, denn man hat kein großes Grab mehr, um das man sich kümmern muss. Man hat aber auch keinen großen Ort mehr um dem Leben und Wirken des Verstorbenen zu gedenken. Dafür hat man bei einer Feuerbestattung nur eine kleine Tontafel unter vielen. Es steht nicht viel darauf. Nur der Name und das Geburts- und Todesdatum. Mehr Platz ist nicht, es reicht aber auch. Was nützen einem Menschen ungelesene Liebesbezeichnungen auf der Rückseite eines Grabsteines? Es kommt doch niemand zu Besuch und liest ganz aufmerksam die Steine. Am Ende muss man etwas am Grab machen, was mit Arbeit verbunden ist. Da kommt man lieber zu einem Urnengrab. Da ist man auf der sicheren Seite, dass man eben nichts tun muss. Nur da sein. Noch weniger Arbeit hat man als Angehöriger mit einer Seebestattung. Die Asche des Verstorbenen wird in ein Gewässer verstreut. Man hat nur die Gewissheit, dass die Seele noch vorhanden ist. Kein Stein, keine Inschrift, nur ein Gefühl im Inneren, ein Gefühl der Wärme, der Liebe und der Vergebung.

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